Neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Nagelpilz


Laser, Cremes und Lacke: Das Dermatologikum Hamburg empfiehlt eine Kombinationstherapie gegen Nagelpilz.

Nagelpilz ist in Deutschland weit verbreitet. Rund 14 Millionen Männer und Frauen leiden unter dieser Infektion. Die Therapie ist für jeden Facharzt eine Herausforderung, denn bislang standen nur Cremes, Lacke und Tabletten zur Verfügung. Die Lasertherapie ist zwar eine vielversprechende Weiterentwicklung – klinische und wissenschaftlich ausgerichtete Studien fehlen jedoch bisher. Das DERMATOLOGIKUM HAMBURG hat in drei Testläufen bei seinen Patienten die wirkungsvollste Therapie bei Nagelpilz ermittelt. Ergebnis dieser nicht repräsentativen Umfrage: Die Kombination einer Laserbehandlung mit der Anwendung von Cremes und Lacken sorgt für eine deutliche Verbesserung gerade auch bei hartnäckigem Nagelpilz. „Eine reine Monotherapie mit Laser hat bei keinem Patienten dauerhaft den gewünschten Heilungserfolg gebracht “, sagt Dr. med. Ingrid Schmoeckel, Haut-ärztin am DERMATOLOGIKUM HAMBURG mit Schwerpunkt Lasermedizin.

Der Wirkmechanismus der Laserenergie basiert auf seiner Hitzewirkung. Bei Temperaturen von über 50 Grad können die Pilzsporen direkt am befallenen Nagel abgetötet und in der Vermehrung gehemmt werden. Pro Nagel sind maximal zehn Minuten Behandlungszeit pro Sitzung notwendig. Im DERMATOLOGIKUM HAMBURG kommt der Neodym:YAG-Laser als etabliertes System zum Einsatz. „Wir klären jeden Patienten darüber auf, dass dieser Einsatz auch als unangenehm empfunden werden kann, weil der Nagel mit Hitze behandelt wird“, sagt die Dermatologin. Zudem sind für die nachhaltige Beseitigung des Nagelpilzes mehrere Sitzungen notwendig. „Wir empfehlen auf Basis unserer Erfahrungswerte mindestens drei Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen“, so Dr. med. Ingrid Schmoeckel.

Onychomykose – so lautet der Fachbegriff für die oftmals unterschätzte Infektion. Meist beginnt Nagelpilz mit einer leichten Verfärbung des Nagels, die kaum sichtbar ist. Sportler, Senioren und Diabetiker gehören zu den Risikogruppen. Zu den Erregern unter dem Nagel gehören vor allem Fadenpilze. Falsches Schuhwerk, synthetische Socken und Barfußlaufen im Schwimmbad begünstigen die Bildung dieser ansteckenden Infektion. Eine frühzeitige Behandlung verhindert, dass die gesamte Nagelplatte zerstört wird.

Viele Betroffene greifen zu Lacken, schleifen den Nagel immer wieder ab oder behandeln den Nagelpilz mit Cremes. Die Nachteile dieser so genannten topischen Therapie: Die Behandlungsdauer ist sehr lang und die Rückfallrate hoch. Bei ausgeprägter Onychomykose wird selten der komplette Pilzbefall beseitigt.
Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Antimykotika) müssen ebenfalls über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten eingenommen werden, haben jedoch Nebenwirkungen besonders bei der gleichzeitigen Gabe anderer Medikamente. Für Patienten mit Leberschädigung sowie für schwangere und stillende Frauen fehlte bislang eine effektive Alternative. „Viele Patienten vertragen diese Tabletten nicht. Nicht nur für diese Patientengruppe ist der Einsatz eines Lasers als neue Therapieform interessant. Von der Therapie aus einer Kombination von Laserbehandlungen, Lacken und Cremes versprechen wir uns sehr gute Erfolge“, betont die Dermatologin Dr. med. Ingrid Schmoeckel.

Die Kosten für die Lasertechnologie bei Nagelpilz werden von den Krankenkassen nicht regelhaft erstattet. Die jeweilige Kostenübernahme sollte der Patient daher individuell mit seiner Kasse klären.

 
 
 

 

 
 
 
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